Evaluierungsplattformen für neue Lattice-Bausteine

Programmierbare Bausteine werden immer komplexer und sind damit vielseitig einsetzbar. Um das Potential der neuen FPGAs und ispMACH-Bausteine von Lattice zu heben, gibt es vom Hersteller neue Entwicklungskits, die alles enthalten, um den Funktionsumfang der Baustein-Innovationen ausloten zu können. Ein Beispiel für diese Art von „Starthilfe“ ist der LCDPro- Tastbildschirm-Evaluierungskit.

Lattice LCDPro BundleDie LCD-Pro-Plattform auf FPGA-Basis basiert unter anderem auf einem Sortiment an konfigurierbaren IP-Cores, mit denen man Display-, Ansteuerungs-, Grafik- und Video- Anwendungen realisieren kann. Die zu einer Bibliothek zusammengefassten Modelle bedienen sich dabei der AMBA-Bus-Architektur und können auf Lattice-FPGAs der Baureihe ECP2 implementiert werden.

Die LCD-Pro-Plattform wird u.a. vom Distributor MSC Vertriebs GmbH (www.msc-ge.com) angeboten und ist für eine breite Palette von TFT-Aktivmatrix-Displays von 5 bis 58,4 cm (2 bis 23 Zoll ) Bildschirmdiagonale bestimmt. Sie ermöglicht Eingaben über einen analog-resistiven Vierdraht-Touchscreen, und die integrierte USB-2.0-Schnittstelle gewährleistet die zügige Übertragung von grafischen Darstellungen sowie eine Beschleunigung der Systemprogrammierung. Das komplette Kit umfasst einen 7-Zoll-TFT-Aktiv-Matrix- Bildschirm (17,7 cm) mit Touchscreen, ferner Videokamera, USB-Kabel, Netzanschluss und CD-ROM. Neben dem Lattice-Baustein verfügt jede Evaluierungsplattform über DDR-RAM-Bildspeicher mit 64 Mbyte und einen LCD-Videocontroller mit 16 bit pro Pixel, der für Auflösungen von QVGA bis High Definition in den Formaten 4:3 und 16:9 sowie im Format 16:10 konfiguriert werden kann.

Das Evaluierungskit mit LCD-Pro-Touchscreen-Controller wird komplett mit LCD-Pro-Bibliothek sowie zeitlich befristeter IP- und LCD-Pro-Konfigurations-Software auf CD-ROM geliefert. Für eine Bewertung aller Funktionen der mitgelieferten IPs benötigt das Kit keine weitere Software.

Aktuelles Developmentkit

Für die Kunden von MSC gibt es von Lattice zudem das Low-Cost-Developmentkit „isp MACH 4000ZE Pico“. Dessen Herzstück, das Entwicklungs- Board, kann über das mitgelieferte USB-Kabel an den PC angeschlossen und von dort programmiert werden. Es werden keine zusätzliche Stromversorgung oder Hardware benötigt. Innerhalb von wenigen Minuten ist die Plattform betriebsbereit.

Das Evaluationsboard bietet dem Anwender einige LEDs, ein LC-Display sowie Tasten und Schalter. Hinzu kommen mehrere Referenzdesigns und Anleitungen als „Starthilfe“ für den Entwickler. Die I/Os des ispMACH 4000ZE sind mit Kontaktflächen herausgeführt, so dass das I/O-Verhalten unter verschiedenen Randbedingungen überprüft werden kann. Wer ein neues Schaltungsdesign auf einem isp-Mach- 4000ZE-Baustein entwerfen, implementieren und programmieren will, benötigt dazu noch die ispVM-System- Software. go

Autor

Alfred Goldbacher, Elektronik

Veröffentlicht in

Elektronik distribution 2010 S.23