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Qseven-Plattform mit Atom-E6x0-Prozessor und CAN
Mit der Baugruppe »Q7-TCTC-FD«
stellt die MSC Vertriebs GmbH ihre erste Qseven-Plattform vor, die einen
Prozessor aus Intels neuer Atom-E6x0-Serie integriert. Die kompakten Module
zeichnen durch eine hohe Grafikleistung aus und verfügen über einen CAN-Bus
entsprechend der unlängst freigegebenen Qseven- Spezifikation 1.20.
Dank der kleinen Abmessungen, der geringen Leistungsaufnahme
von typisch unter 7 W und intelligenter Power-Management-Funktionen sind die
kompakten Module im Format 70 x 70 mm für lüfterlose und mobile Anwendungen
geeignet. Basis dafür ist Intels Atom-E6x0-Prozessor, der zusätzlich die Grafik-
und den Speichercontroller auf dem Chip integriert hat. Damit müssen die
Entwickler nur noch zwei (CPU und Chipsatz) anstatt der bislang drei Chips (CPU,
Chipsatz, Speichercontroller- Hub) auf dem Board unterbringen. Das ermöglicht
kompakte Systemdesigns, da sich die gesamte Fläche der Plattform (Footprint)
wesentlich verkleinert und der Stromverbrauch sinkt.
Die in einem 45nm-High-KProzess gefertigten E6x0-Prozessoren unterstützen Hyper
Threading und Intels Virtualisierungstechnologie. Neben dem Single-
32-Bit-Channel-Memory-Controller ist auch der Intel Graphics Media Accelerator
»GMA 600« direkt im Prozessor integriert. Die Grafikleistung liegt bis zu 50
Prozent über den vergleichbaren Prozessoren der Atom-Z5xx-Serie. Die
2D/3D-fähige Grafikeinheit läuft mit 400 MHz und nutzt einen Videospeicher (UMA)
mit bis zu 384 MByte. Der GMA 600 unterstützt die Beschleunigung von
Video-Playback mit HD-Auflösung durch hardwaremäßige MPEG2- und
MPEG4-Decodierung, und zusätzlich zum Vorgänger Z5x0 auch die Codierung von
Videos. Die Grafik unterstützt DirectX 9.0c sowie OpenGL ES2.0 und OpenVG 1.0.
Die in einem 45nm-High-KProzess gefertigten E6x0-Prozessoren unterstützen Hyper
Threading und Intels Virtualisierungstechnologie. Neben dem Single-
32-Bit-Channel-Memory-Controller ist auch der Intel Graphics Media Accelerator
»GMA 600« direkt im Prozessor integriert. Die Grafikleistung liegt bis zu 50
Prozent über den vergleichbaren Prozessoren der Atom-Z5xx-Serie. Die
2D/3D-fähige Grafikeinheit läuft mit 400 MHz und nutzt einen Videospeicher (UMA)
mit bis zu 384 MByte. Der GMA 600 unterstützt die Beschleunigung von
Video-Playback mit HD-Auflösung durch hardwaremäßige MPEG2- und
MPEG4-Decodierung, und zusätzlich zum Vorgänger Z5x0 auch die Codierung von
Videos. Die Grafik unterstützt DirectX 9.0c sowie OpenGL ES2.0 und OpenVG 1.0.
Der Atom-E6x0-Prozessor arbeitet mit Intels Platform Controller Hub »EG20 PCH«
zusammen, der nicht mehr über den Front- Side-Bus (FSB) und DMI angeschlossen
wird, sondern über eine der vier PCI-Express-Lanes, die direkt in die CPU
führen. Daher lässt sich das Systemdesign wesentlich vereinfachen und flexibler
gestalten. Auf dem Qseven- Modul befindet sich ein 1 GByte großes DDR2-533 SDRAM
als Arbeitsspeicher.
Die Qseven-Plattform »Q7-TCTC-FD« ist in vier
Varianten erhältlich, die sich in der Rechenleistung unterscheiden:
Die preiswerte Einstiegsversion integriert eine Atom-E620-CPU, die mit 600 MHz
getaktet wird und eine Thermal Power Dissipation (TDP) von 2,7 W aufweist. Als
Alternative stehen Module zur Verfügung, die auf dem E640 (1,0 GHz), der CPU
E660 mit 1,3 GHz oder auf dem leistungsstärksten Prozessortyp E680 mit einer
Taktfrequenz von 1,6 GHz und einer TDP von 3,9 W basieren. Alle Prozessoren und
eine Auswahl der Qseven-Module von MSC sind neben der Standardversion für den
spezifizierten Commercial-Temperaturbereich von 0 °C bis 70 °C auch als
T-Variante mit einem der Industrie gerechten, erweiterten Temperaturbereich von
–40 °C bis +85 °C erhältlich.
Damit bietet MSC erstmals Qseven-Module
an, die für den erweiterten Temperaturbereich spezifiziert sind – bislang hat
das Unternehmen seine Standardplattform
»CXC-US15WP« für den erweiterten Temperaturbereich
auf dem größeren COM-Express-Format »Compact« mit Abmessungen von 95 x 95 mm
realisiert. Das Herzstück dabei ist der Menlow-XL-Atom-Prozessor »Z5x0« in der
PT-Version (Z5x0PT), der für den erweiterten Temperaturbereich ausgelegt ist und
mit bis zu 1,33 GHz getaktet wird. Zur Wärmeabfuhr sind die Gehäuse von CPU und
Chipsatz rund dreimal so groß wie bei der kommerziellen
Standard-Menlow-Baureihe. Damit lassen sich die Komponenten einfacher
verarbeiten und sind wesentlich robuster, jedoch ist der Platzbedarf für
Prozessor und Chipsatz größer. MSC hat deshalb das etwas größere COM-Express-
Format für die Module gewählt.
Passend zu der vor zwei Monaten freigegebene Version 1.20 der
Qseven-Spezifikation, die um die Schnittstellenfunktionalität UART und CAN
erweitert wurde, verfügen die neuen Qseven-Module »Q7-TCTC-FD« bereits über
einen CAN-Bus. Damit passen die neuen Qseven-Lösungen bestens zu
Automatisierungsprofilen und eröffnen sich so zusätzlich eine Reihe von neuen
Anwendungen, die von Motorsteuerungen, Aufzugsystemen, Pumpen über mobile
Terminals bis zu Kommunikationssystemen in Sonderfahrzeugen reichen.
Neben dem CAN-Bus sind auf den Qseven-Modulen trotz ihrer Kompaktheit eine Reihe
von Schnittstellen vorhanden: sechs USB-2.0-Host-Ports und 1 x USB 2.0-Client,
drei PCI-Express-Lanes für kundenspezifische Erweiterungen, LPC, ein
High-Definition- Audio-Interface und eine 10/100/1000Base-
TX-Ethernet-Schnittstelle. Optional werden über das SATA-II-Interface 4 GByte
bzw. 8 GByte Flash- Speicher onboard angebunden. Die für den Industrieeinsatz
ausgelegten Flash-Disks sind für 10 Mio. Schreibzyklen ausgelegt. Damit lässt
sich das Embedded-System nicht nur über eine Festplatte, sondern alternativ auch
über das integrierte Flash booten. Über das SDIO-Interface finden SD-Cards als
günstige und robuste Massenspeicher Anschluss.
Zur Anbindung eines Displays sind eine LVDSSchnittstelle (18/24 Bit) mit einer
maximalen Auflösung von 1280 x 768 Bildpunkten und ein SDVO-Interface mit bis zu
1280 x 1024 Pixeln vorgesehen. Im Dual-Independent-Display-Mode lassen sich zwei
Displays gleichzeitig ansteuern.
Die Qseven-Baugruppen verfügen über ACPI-3.0-Power-Management mit Suspend-to-RAM
Support und integrieren Funktionen für Batteriemanagement, Watchdog und
System-Monitoring. Damit lässt sich die Qseven-Plattform in Anwendungen
einsetzen, in denen die geringe Verlustleistung und Robustheit an erster Stelle
stehen. Zielmärkte sind die Bereiche Transportation und Automotive, industrielle
Automatisierung und Medizintechnik.
Zum Schutz der Kunden-IP und vor unerwünschter Manipulation des Systems von
außen kann die Plattform mit einer Hardware und BIOS basierenden
Security-Funktionalität entsprechend den Anforderungen der Trusted Computing
Group (TCG) ausgestattet werden. Dazu wird die Baugruppe optional mit dem
Trusted Platform Module TPM 1.2 SLB 9635 von Infineon bestückt. Für die
Betriebssysteme Windows XP (embedded) und Linux ist ein Board Support Package
verfügbar. Zur schnellen Entwicklung von leistungsfähigen Embedded-Systemen, die
auf der Qseven-Modulfamilie Q7-TCTC-FD basieren, ist von MSC die
Embedded-Plattform »Q7-MB-EP3« in zwei Varianten
mit Bestückungsoptionen für den kommerziellen bzw. den erweiterten
Temperaturbereich erhältlich. Das Baseboard kann auch für kleine und mittlere
Produktserien eingesetzt werden und erspart den Kunden eine aufwändige
Eigenentwicklung. Das Qseven-Modul wird dabei über eine bewährte MXM-Verbindung
einfach auf das Board gesteckt.
Die Embedded-Plattform Q7-MB-EP3 bietet
eine Auswahl aller wichtigen, in der Qseven-Spezifikation definierten
Schnittstellen: Neben fünf USB-2.0-Ports (zwei extern), einer seriellen
D-Sub-Buchse, einem GBit-LAN-Anschluss, 2 x SATA und optional HD-Audio stehen
über die Header Pins die CAN-Signale zur Verfügung. Auf Wunsch kann ein
Industrie-Display direkt via JILI30-Steckverbinder über die LVDS-Schnittstelle
und das Backlight Interface angeschlossen werden. Darüber hinaus integriert die
Plattform optional einen Controller zum Anschluss eines Touchscreens. Über den
ebenfalls optionalen VGA-Ausgang mit einer maximalen Auflösung von 1920 x 1200
Bildpunkten lässt sich ein weiterer Bildschirm anschließen. Der weite
Eingangsspannungsbereich erlaubt eine einfache Integration des Baseboards in
vorhandene Systemumgebungen, die oft sehr unterschiedlich Spannungsversorgungen
anbieten.
Zusätzlich zu den Standardfunktionen lässt sich das Baseboard vom Kunden
individuell auf seine Bedürfnisse anpassen. Über den Mini-PCIExpress-Steckplatz
sind Systemerweiterungen wie WLAN-Unterstützung oder zusätzliche
Flash-Speicherkapazitäten, implementierbar. Universell konfigurierbar ist die
Plattform auch über den integrierten Steckplatz für MMC/SD-Karten. (mk)
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veröffetnlicht in:
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Markt&Technik Nr.47/2010 S.38-39
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Autoren:
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Bernhard Andretzky MSC, Product Marketing Manager Embedded Computer
Technology
Rosemarie Krause führt ein technisches Redaktionsbüro in München.
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redaktionell bearbeitet:
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(mk)
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Kontakte
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